Währung
Das Währungssystem der Terraner ist eine abstrakte
Geldwirtschaft ohne Bargeld. Offizielle Währungseinheit ist der
Cur. Ein Cur besteht aus hundert Paats. Das Geld wird von Banken
verwaltet; die oberste Bank ist die Terranische Zentralbank. Sie
überwacht und kontrolliert die Geldmenge und ist nicht einmal der
Regierung verpflicht.
Die Kooperative unterhält mittlerweile eine Filliale der
Terranischen Transaktionsbehörde auf Terra sowie eine eigene Bank,
die Bank der Jarepatitava. Sie verwaltet die Cur-Konten der
Kooperative, zu denen die auf Terra eingesetzten
Kooperativenmitglieder Zugang haben. Da die meisten
Infrastrukturleistungen in privater Hand sind und für jeden Dienst
neu bezahlt werden muss, erhalten Kooperativenmitglieder eine
Tageszuteilung an Curs. Diese akkumuliert sich bis zur Abreise,
falls wenig davon verbraucht wird, und fällt danach an das
Gemeinvermögen der Kooperative zurück.
Handel
Die Kooperative handelt auf Terra entweder mit Curs oder
Terranischen Transaktionseinheiten, soweit sie akzeptiert werden.
Der beständige Konkurrenzkampf sorgt meist dafür, daß sich die
billigsten, nicht aber die hochwertigsten oder intelligentesten
Produkte durchsetzen. Da die Kooperative nicht auf Profite
angewiesen ist, verkauft sie Produkte von hoher Qualität und langer
Lebensdauer.
Es mag seltsam erscheinen, daß gerade diejenigen, die ihr Vermögen
mit dem Verkauf minderwertiger Ware gemacht haben, besonderes
Interesse an den Produkten der Kooperative haben.
Besonders gefragt sind Lebensmittel, synthetische Organe,
technische Geräte sowie Software.
In letzter Zeit hat die terranische Regierung Gegenmaßnahmen in
Form von Schutzzöllen ergriffen.
Aktien
Neben dem Geld spielen noch Aktien - Unternehmensanteile - eine
grosse Rolle für die terranische Wirtschaft. Jedes größere
Unternehmen gibt Anteile heraus, die an der terranischen Börse
gehandelt werden. Der Aktionär erhält einen Anteil an Gewinn und
Verlust des Unternehmens und kann teilweise die Unternehmenspolitik
beeinflussen.
Das klassische terranische Unternehmen wird von einem Vorstand
geleitet. Dieser wird von den Aktionären bestimmt - die Mitarbeiter
haben kein Mitspracherecht. Ziel des Vorstandes ist es, den Profit
der Firma zu vergrößern, da hierdurch der Wert der Aktien steigt.
Gelingt ihm das nicht, wird er von den Aktionären zur Verantwortung
gezogen werden.
Der Wert einer Aktie - der Kurs - hängt davon ab, wie gefragt die
Aktie an der Börse ist. Eine Firma mit viel Umsatz und Gewinn wird
üblicherweise einen hohen Aktienkurs haben. An der Börse kommt es
jedoch regelmäßig zu Zusammenbrüchen, weil Aktienkurse weit über
den eigentlichen Wert der Unternehmen hinausschiessen. Dies wird
unter anderem auch durch Spekulanten verursacht, die versuchen, mit
den Kursschwankungen ihr Geld zu verdienen.
Aktien können auch als Zahlungsmittel dienen. Eine Firma kann die
Aktien einer anderen Firma aufkaufen und dadurch die Mehrheit unter
den Aktionären stellen - auf diese Weise können riesige Konzerne
entstehen, die aus lauter kleineren, ehemals unabhängigen Firmen
bestehen.
Die Kriegsbörse
Die Kriegsbörse ist eine Besonderheit der Terraner. Sie wurde
gegründet, um die ständigen Kleinkriege zu finanzieren, mit denen
die Erdregierung ein unabhängiges System nach dem anderen unter
ihre Kontrolle brachte und noch bringt.
Üblicherweise überlässt die Erdregierung ihren Grenzadmirälen die
Wahl eines passenden Ziels. Ist ein neues Ziel gefunden worden,
werden Anteile an der zu erwartenden Beute ausgegeben. Während des
Konfliktes können sie frei gehandelt werden.
Gelingt die Invasion, so erhalten diejenigen, die dann Anteile
besitzen, Handelskonzessionen, Schürfrechte oder ganze Teile der
eroberten Infrastruktur zugesprochen. Misslingt die Invasion,
bleiben den Käufern nur noch die wertlosen Anteile.
Lange Kämpfe können zu enormen Kursschwankungen führen. Oftmals
sind auch die Kommandeure der Invasionsflotte durch Strohmänner an
der Kriegbörse vertreten, und beeinflussen selbst den Kurs durch
gefälschte Erfolgs- oder Rückzugsmeldungen.