Behörden, Gesetze und Bestimmungen
Polizei
Die Sicherheitsbehörden der Terraner sind streng gegenüber den
unteren Schichten und nachsichtig gegenüber den Reichen. Für die
Oberschicht gibt es nur wenige Verbrechen, von denen sie sich nicht
freikaufen kann. Die Korruption ist daher enorm. Obwohl die
Kooperative Bestechung grundsätzlich nicht favorisiert, ist sie
meist der einzig gangbare Weg; oftmals missbrauchen die
Sicherheitsbehörden ihre Macht und setzen sowohl Terraner als auch
Kooperativenmitglieder ohne triftigen Grund fest, alleine um
Bestechungsgelder einzutreiben. Es ist daher ratsam, sich in
Gruppen zu bewegen, um im Zweifelsfall immer Zeugen vorweisen zu
können.
Wichtig ist auch hier, sich nie von den Terranern einschüchtern zu
lassen. Schuldeingeständnisse dürfen weder abgelegt noch
unterschrieben werden. Die Schutzpflichten der Kooperative gelten
auch auf terranischem Gebiet, jedem Mitglied wird geholfen
werden.
Justiz
Ebenso wie von den Sicherheitsbehörden ist auch von der
terranischen Justiz wenig mehr als Korruption zu erwarten. Das
terranische Rechtssystem teilt sich in vier Bereiche auf:
- Ziviljustiz
Die Ziviljustiz kümmert sich um die Angelegenheiten natürlicher
und juristischer Personen.
- Strafjustiz
Die Strafjustiz wendet das Strafrecht der Erdregierung an und
erlässt rechtskräftige Urteile, auf deren Grundlage eine Bestrafung
durch die Vollstreckungsbehörden der Terraner durchgeführt werden
darf.
- Staatsjustiz
Dieser Teil der Justiz garantiert, daß sich der Staat an seine
eigenen Gesetze hält und dient den Bürgern im Idealfall als Schild
und Waffe gegen übermässige staatliche Eingriffe. In den
demokratischen Staaten der Vergangenheit war dies ein mächtiges
Instrument der Gewaltenteilung, in der Gegenwart ist die
Staatsjustiz fast bedeutungslos geworden.
- Militärjustiz
Das Militär geniesst eine hohe Autonomie im Staat der
Erdregierung; es hat seine eigenen Gesetze, Strafen und Justiz. Die
Militärjustiz kann im Allgemeinen als hart aber gerecht angesehen
werden.
Ein terranisches Gericht besteht üblicherweise aus einem Richter
und zwölf sogenannten Geschworenen, die letztendlich für die
Urteilsfindung zuständig sind. Sechs der Geschworenen sind
willkürlich ausgewählte Bürger der Erdregierung, die andere Hälfte
besteht aus den Abgesandten willkürlich ausgewählter Gesellschaften
und Konzerne.
Kläger und Beklagter werden vor Gericht durch einen Anwalt
vertreten (so sie sich einen leisten können, Pflichtverteidiger
wurden abgeschafft); in Strafprozessen tritt der Staatsanwalt als
Kläger auf.
Der Prozess beginnt mit der Beweisaufnahme. Danach können die
Anwälte Zeugen befragen und die Beweismittel einsetzen. Ist dieser
Teil abgeschlossen, werden die Geschworenen über das zu verkündende
Urteil beraten und es dem Richter übermitteln. Dieser hat noch
etwas Handlungsspielraum, was das letztendliche Urteil betrifft.
Strafen, Strafmaß
Die gegenwärtige Justiz der Terraner verwendet vier
Strafvarianten: die Geldstrafe, den Freiheitsentzug, die Verbannung
und die Todesstrafe.
Geldstrafen können in unterschiedlicher Höhe angewandt werden; das
höchstmögliche Strafmaß ist der komplette Einzug des
Vermögens.
Freiheitsstrafen unterscheiden sich in Dauer und Intensität des
Freiheitsentzuges. In minderschweren Fällen wird meist eine
Beschränkung auf eine bestimmte Gegend oder ein bestimmtes Gebäude
ausgesprochen, in schweren Fällen wird der Freiheitsentzug mit
einer Begrenzung auf einen kleinen Raum in eigens dafür
vorgesehenen Strafanstalten vollstreckt. Freiheitsentzug kann
lebenslänglich verhängt werden.
Verbannung ist eine der am häufigsten angewandten Strafen der
Terraner; sie hat den Freiheitsentzug aus Kostengründen fast
vollständig verdrängt. Der Verurteilte wird aus einem bestimmten
Gebiet oder der Gesellschaft ausgestossen, meist auf die Ebenen der
Unterschicht oder auf die Planeten des Äußeren Rings.
Die Todesstrafe hat auf Terra eine lange Tradition und wird vor
allem im Bereich des Militärrechts häufig angewendet. Methoden sind
desintegrieren, erschiessen, erhängen, vergiften und das Vakuum des
Weltraums.