Unterkunft & Verpflegung
Die Jarepatitava sind kein Volk von Dienern. Das Dienstleistungsgewerbe und die Tourismusbranche existieren de facto nirgends in ihrem Raumgebiet. Vor allem Terraner dürfen nicht erwarten, daß ihnen jede Arbeit von untertänigen Bediensteten aus der Unterschicht abgenommen wird. Gegenüber den wenigen, die zur Hilfe für die Fremden abgestellt worden sind (z. B. an Informationsschaltern), ist Respekt angebracht.
Die Gesellschaft der Jarepatitava ist grundsätzlich klassenlos - jeder Dienst, der angeboten wird, ist nur auf einem Niveau verfügbar.
Mittlerweile haben verschiedene Firmen der Terraner und der NEU auf wichtigeren Stationen und Planeten die Lizenz zum Betrieb von Hotelanlagen erhalten.
Weltraum
Als Handelsstation gekennzeichnete Raumbasen bieten neben den Liegeplätzen meist extra für Menschen eingerichtete Gästequartiere an. Sie sind im Allgemeinen spartanisch ausgestattet. Mit inbegriffen ist ein Standardkontingent an Nahrung, Trinkwasser und Sauerstoff.
Reisende mit eigenem Raumschiff können auch an Bord desselben bleiben, entweder an einem Andockplatz an oder in einer Raumstation oder auf einer zugewiesenen Umlaufbahn, je nach Schiffstyp. Um seine Zeit in der Umlaufbahn zu verbringen, muss die Kommandozentrale des Schiffes Tag und Nacht von ausreichend ausgebildeten Kräften besetzt sein.
Boden
Am Boden ist die Situation ähnlich wie im Raum. Entweder man kommt in Gästequartieren unter oder man geht in ein von Menschen privat geführtes Hotel. Teilweise haben auch die wenigen ansässigen Firmen beim Bau ihrer Zentralen Wohnbereiche mitgeplant.
In der Ersten Stadt existiert sogar ein separates unter autonomer Verwaltung stehendes Viertel der Menschen, von den Jarepatitava nur das "Terranerviertel" genannt. Das Terranerviertel ist jedoch unabhängig von der Erdregierung.
Nahrung
Jarepatitava pflegen kaum eine Esskultur. Meistens ziehen sie sich die benötigten Rohstoffe des Tages direkt aus den Verteilersystemen, über die jedes Gebäude, jedes Schiff und jede Station verfügt.
Da Menschen nicht mit den nötigen Erweiterungen des Körpers augestattet sind, können sie mit dem Verteilersystem wenig anfangen. Extra zur Ernährung von Menschen haben die Jarepatitava daher Standardrationen entwickelt, die den durchschnittlichen Tagesbedarf an Energie, Mineralien und Vitaminen abdecken sowie die allgemeine Befindlichkeit fördern sollen.
Die meisten Menschen können den grauen Blocks, von Reisenden oft „Terranerfutter“ genannt, meist nur wenig abgewinnen. Wer sich nicht auf die jarepatitavaische Küche verlassen will, ist daher entweder auf eigene Bestände oder die Restaurants in den menschlichen Vierteln und Bereichen angewiesen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung innerhalb der Grosskooperative ist exzellent. Fortgeschrittenste Biotechnologie ermöglicht es den Jarepatitava, fast jeden körperlichen Schaden zu heilen, solange er nicht aufgrund von Erbkrankheiten oder Infektionen besteht.
Jeder offizielle Besucher hat automatisch einen Anspruch auf medizinische Grund- und Notversorgung, da diese bereits in der Tagessteuer enthalten ist. Eingriffe, die nicht unter die Notversorgung fallen, sind möglich, müssen aber separat bezahlt werden. Vollregenerationen und verjüngernde Maßnahmen sind möglich, werden für gewöhnlich aber nur Individuen zuteil, die in einem Treueverhältnis zu der Kooperative stehen oder besondere Dienste für sie geleistet haben.
In letzter Zeit ist es häufig zu Betrugsversuchen gekommen - Selbstverstümmelungen und selbstinszenierte Unfälle, um in den Genuss einer kostenlosen, regenerierenden Behandlung zu kommen. Die jarepatitavaischen Behörden bestrafen derlei Vergehen im besten Falle mit lebenslanger Verbannung aus dem Territorium der Grosskooperative; für manch anderen endete dieser Versuch durch "Komplikationen während des Behandlungsverlaufes" mit einem "tragischen Tod".
Chronisch erkrankte Patienten, die der jarepatitavaischen Technologie misstrauen und die sich lieber auf die bewährten Methoden der terranischen Medizin verlassen wollen, sollten für einen ausreichenden Vorrat an Medikamenten sorgen bzw. eigenes medizinisches Personal mitnehmen.