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Lebensumgebung

Die Lebensumgebung der Jarepatitava ist stark von ihnen selbst geprägt. Sie überlassen wenig dem Zufall, und noch weniger der Natur. Alles ist nur an sie angepasst. Ausserhalb der Handelsstationen und der wichtigeren Städte wird man kaum einen Hinweis auf Western Space English oder Aussenraumdeutsch finden. Neuklaatianisch ist die Amtsprache in Wort und Schrift, und bislang haben sich die Behörden jedem Ansatz einer "Terranisierung" widersetzt. Die für den Erhalt eines Visums nötigen klaatianischen Grundkenntnisse werden also nicht umsonst verlangt.
Die Jarepatitava selbst leben in einer Umgebung, die durch "Zusatzrealität" ergänzt wird - überall in jeder Stadt und auf jeder Station sind Transmitter aufgestellt, die einen konstanten Datenstrom aussenden, der von den Körperkontrollimplantaten der Jarepatitava aufgefangen, gefiltert und in das Sichtfeld eingespeist wird. "Echte" Wegweise sind eher selten, Werbung, öffentliche Informationen und ähnliches überhaupt nicht vorhanden. Mit einer entsprechenden Ausrüstung (Empfänger & Brille / tragbarer Bildschirm) können Menschen offene Teile der Zusatzrealität sehen und auch mitbenutzen.

Raumstationen

Die Jarepatitava unterhalten in jedem System mehr oder minder grosse Raumstationen. Die wirklich grossen Produktionsanlagen können mehrere Millionen Bürger beherbergen und sind teilweise im offenen Tiefweltraum versteckt, um sie vor einem Erstschlag zu schützen. Unnötig zu sagen, daß wohl kaum je ein Mensch auf eine dieser Stationen eingeladen wird. In den wichtigeren Systemen - Grenzsysteme oder die Sektorhauptsysteme - existieren noch Handelsstationen, die extra für den kommerziellen Austausch gebaut wurden.
Die Lebenserhaltungssysteme sind auf ähnliche Werte wie die meisten terranischen eingestellt, so daß es keine Gewöhnungsprobleme geben sollte. Auf jarepatitavaischen Stationen gibt es jedoch keinen Tag- und Nachtzyklus. Hält man sich länger auf einer der Stationen auf, muss man seinen Rhythmus selbst finden und einhalten.

Boden

Die wichtigsten Planeten der Jarepatitava sind ohne Hilfsmittel bewohnbar. Die Ökosphäre eines Planeten ignorieren sie jedoch vollkommen - nicht daß sie sie ruinieren würden, sie binden sie aber auch nicht in ihr Leben ein. Der typische jarepatitavaische Planet ist von einer schier endlosen, dichtbewachsenen und von wilden Tieren durchstreiften Wildnis bedeckt; in dieser Wildnis findet man isolierte Inseln der Zivilisation, jarepatitavaische Städte und weitgehend automatisierte Förderungsanlagen. Alle Installationen sind durch ein unterirdisches Magnetschwebebahnsystem verbunden.
Eine Stadt der Jarepatitava hat üblicherweise gerade mal 500.000 Einwohner und ist relativ flach gebaut. Die gesamte Stadt steht auf einem Sockel, in den alle Infrastruktur eingelassen ist. Mehrere Ebenen verlaufen unter der Oberfläche: Versorgung, Transport und Fusswege. Darüber finden sich meist flache Gebäude und einige wenige, verstreute Wolkenkratzer. In der Mitte ist üblicherweise das Gebäude der lokalen Stadtverwaltung.
Die Stadt umschließt eine dicke, solide Mauer, in die Schildprojektoren und Waffensysteme eingelassen sind. Die Projektoren erzeugen zu Friedenszeiten ein schwaches Energiefeld von geringer Dichte, das nur Tiere oder das Wetter abhalten kann. In Kriegszeiten ist es stark genug, um sowohl Projektil- als auch Energiewaffen zu wiederstehen.
Grundsätzlich ist jede Stadt autark, notfalls kann sie über einen langen Zeitraum hinweg Energie, Frischwasser, Nahrung und Sauerstoff produzieren.
Um den Wall herum erstreckt sich ein etwa ein Kilometer breites Ödland, das mit Waffen- und Sensoranlagen durchsetzt ist. Lebewesen werden aus diesem Bereich entfernt und den Aufbereitern für die Nahrungsverteilersysteme zugeführt.

Auf Planeten mit ungewöhnlich hoher Schwerkraft stehen für Besucher gravitationsregulierte Gebäude zur Verfügung.

Transport

Jeder Planet ist mit einem Netzwerk unterirdischer Magnetschwebebahnen ausgebaut. In den grösseren Städten gibt es noch eine Art Rohrpostsystem, sowohl für die Güterbeförderung als auch für die Beförderung von Personen. Von einer Infrastruktur unabhängige Transportmöglichkeiten - Schwebe- oder Bodenfahrzeuge - stehen nur den Sicherheitskräften, dem Militär oder den höheren Beamten zur Verfügung, und nur zum Dienstgebrauch.
Für den Transport innerhalb eines Systems oder aus der Umlaufbahn auf den Boden gibt es regelmäßige Transportflüge. Die Abflugszeiten variieren jedoch je nach Frequentierung einer bestimmten Strecke.

Verantwortlich: Hadanite Marasek

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