Bearbeiten

Kreis der Eingeweihten

Der Kreis der Eingeweihten gehört zu einer der einflussreichsten Organisationen der Geschichte.

Geschichte

Anfänge

Der Kreis der Eingeweihten nahm seinen allerersten Anfang, als ein mit der Erforschung Tsakats beauftragter Wissenschaftler einen Säugling von der Planetenoberfläche mitnahm. Sashten Takra entzog sich den Hasvativa als Heranwachsender, kehrte jedoch einige Jahre später mit einem Sohn zurück, nachdem sein Dorf bei einem Überfall zerstört und seine Frau getötet worden war. Daraus entwickelte sich die Idee der Hasvativa, sich einen Kreis von Menschen heranzuzüchten, der die Interessen der Menschheit mitbestimmen sollte. Ganz versessene Perfektionsfanatiker sahen in der Menschheit eine Hoffnung, ein Gleichgewicht der Kräfte herbeizuführen - aus ihrer Sicht war die Menschheit die Spezies des Gleichgewichts.

Menschen und Hasvativa

Die Hasvativa hatten eine genetische Karte der Menschheit angelegt und bestimmten Merkmale, nach denen ausschliesslich Säuglinge von dem Planeten ausgewählt und geholt wurden. Ethische Skrupel hatten die Hasvativa dabei keine; zum einen fehlte ihnen selbst die Erfahrung einer Eltern-Kind-Bindung, da sie Nachwuchs instinktiv als Last empfanden, zum anderen stellten sie sich auf den Standpunkt, dass ein Leben ausserhalb der Barbarei der primitiven Menschheit weitaus besser sein musste als alles andere.
Der Kreis der Eingeweihten war innerhalb weniger Jahre fähig, eine beratende Rolle bei der weiteren Behandlung der Menschheit einzunehmen. Zudem konnten die Mitglieder des Kreises sich direkt auf der Erde bewegen, ohne aufzufallen.
Sowie der Kreis wuchs, änderten sich auch die Aufgaben. Die Mitglieder des Kreises bewegten sich freier durch den gesamten Raum der Hasvativa, die Gefallen an der künstlerischen Begabung der Menschheit gefunden hatten. Hervorstechendes Talent aus ihrer Sicht war die Fähigkeit des Gesangs. Durch die Menschheit wurde die Kultur der Hasvativa neu angeregt. Die sich abzeichnende Entwicklung tendierte immer mehr in die Richtung, dass die extraterrestrischen Menschen schon bald die Anzahl der Erdbewohner überflügelten. Es gab schon Pläne für die Errichtung von menschlichen Kolonien ausserhalb des irdischen Sonnensystems.

Der Grosse Zusammenbruch

Mit Beginn des Grossen Zusammenbruchs evakuierten die offiziellen Kräfte der Klaatianischen Allianz das Sol-System. Einige Hasvativa widersetzten sich jedoch den Befehlen der Allianz, und verblieben in dem System, übergaben das Kommando jedoch endgültig den Eingeweihten, mit dem Rat, jede grössere Flotte, die in das System eintreten sollte, gnadenlos zusammenzuschiessen.
Wenige menschliche Überlebende schafften es, sich zurück zur Erde durchzuschlagen. Ihre Berichte vom totalen Zusammenbruch der Zivilisation der Hasvativa und der Zerstörung der Hauptwelt durch die Schlacht um Jarepa bestärkte den Willen der Eingeweihten, das System zu verteidigen.
Gleichzeitig jedoch entstanden Spannungen innerhalb der Eingeweihten, da der bislang vorherrschende, von den Hasvativa geprägte Haturatismus von dem Yeshuanismus, einer Abart des Christentums, verdrängt wurde. Die Yeshuanisten sahen den Fall der Hasvativa nur als Bestätigung ihres Glaubens.
Mehrere Versuche der Grosskooperativen, des Systems doch noch habhaft zu werden, konnten jedoch vereitelt werden.

Die Konflikte der Eingeweihten

Nachdem das System gesichert war und es keine Hinweise mehr auf eine überlebende Zivilisation der Hasvativa gab, brachen die Uneinigkeiten der Eingeweihten umso stärker hervor. Eine fanatische Splittergruppe der Yeshuanisten versuchte, die Macht innerhalb des Kreises an sich zu reissen, wurde jedoch von den eigenen Glaubensbrüdern verraten. Die weltlichen Kräfte liessen die Putschisten töten. Danach wurde eine Art Religionsfriede zwischen den Gruppierungen ausgehandelt. In der Folge ebbten die Differenzen wieder ab, was über die folgenden Jahrhunderte durch ein Reproduktionsregime begünstigt wurde, dass bestimmte Eigenschaften aus der Population der Eingeweihten herauszüchtete.
Entlang der Gruppierungen verlief in etwa auch die Trennlinie zwischen den zwei Hauptfraktionen, die sich herausbildeten - den Isolationisten (Haturatismus) und den Interventionalisten (Yeshuanismus). Neben ihnen existierte noch eine Reihe weiterer Gruppen.

Interventionen der Eingeweihten

Im 20. Jahrhundert setzten sich die Interventionalisten wieder verstärkt durch, die sich auf verschiedene Arten und Weisen in die Entwicklung der Menschheit einmischten. Nachdem in der ersten Hälfte diverse Versuche gescheitert waren, beliess man es bei kleineren Interventionen. Erst Anfang des 21. Jahrhunderts griff man wieder verstärkt in das Geschehen auf dem Planeten ein. Dabei kollidierte man mit den Interessen einer anderen Gruppierung, den Nestrim. Mit der Übernahme des Omninets, das von den Nestrim konzipiert worden war, viel den Eingeweihten das perfekte Herrschaftswerkzeug in die Hand.

Die Ordnung der Eingeweihten

Für einige Jahre waren die Eingeweihten die heimlichen Herrscher des Planeten. Mit Hilfe des Omninet konnten sie die Menschheit mit mehr oder minder subtilem Druck beeinflussen; diese Zeit war jedoch beendet, als die Nestrim 2042 Washington DC mit einer Atomwaffe zerstörten. Um den Planeten unter ihre Kontrolle zu bringen, traten die Eingeweihten offen hervor und postierten die zur Systemverteidigung gebauten Waffen im Orbit der Erde. Mit ihren relativ geringen Personalkräften konnten sie die Erde jedoch nicht effektiv sichern, und waren auf die Hilfe anderer Nationen angewiesen. Daher konnten sie nach recht kurzer Zeit erfolgreich vertrieben werden.
Der Kreis der Eingeweihten wurde getrennt, in die auf der Erde Hinterbliebenen und Exilanten, die nach Haresha fliehen konnten, um dort die kurzlebige Haresha-Regierung zu gründen. Sie sind die unfreiwilligen Vorläufer der Jarepatitava.

Fraktionen

Isolationisten

Die Isolationisten vertreten die Ansicht, dass man sich am besten kaum in die Angelegenheiten der Erde einmischt. Die Isolationisten sind von der haturatistischen Denkweise geprägt, die eher fatalistische Züge hat. Würde man sich direkt in die Angelegenheiten der Erde einmischen, so die Argumentation der Haturatisten, würde man unweigerlich in die Konflikte der Erde mit hineingezogen und wäre für welche Handlungen auch immer mitverantwortlich.

Interventionalisten

Die Interventionalisten plädieren dafür, sich auf verschiedene Art und Weise in die Entwicklung der Menschheit einzumischen. Da sie vom Yeshuanismus geprägt sind, glauben sie an eine höhere Wahrheit und Moral, die durchzusetzen sich lohnen würde.

Säkulare Kräfte

Neben den Hauptfraktionen gibt es noch säkulare Kräfte, die keiner Philosophie/Religion angehören, sondern für die die Wissenschaft zentral im Vordergrund steht. Sie glauben an Überlegenheit durch wissenschaftlichen Fortschritt. Teilweise wollen sie ebenfalls intervenieren, teilweise nicht. Säkulare Eingeweihte vertreten besonders oft die Meinung, dort weiterzumachen, wo es durch den Untergang der Hasvativa einen Bruch gab - einen von dem Rest der Menschheit unabhängigen Weg zu beschreiten und eigene Kolonien zu gründen. Dieser Schritt wird jedoch von den Haturatisten gefürchtet, da dass Streben nach Macht und Grösse aus ihrer Sicht nur zu Leiden führt; die Yeshuanisten hingegen fühlen sich als der Erde verpflichtet.
Die säkularen Kräfte sind die überzeugtesten Anhänger des Reproduktionsregimes, dass eine fortwährende vorgeburtliche Selektion und Züchtung vorsieht.