Die Grosskooperativen des Raumzeitalters sind private Organisationen nach dem Modell der Grosskooperativen der Nordlande. Sie entstanden etwa 200 Jahre nach Beginn der Kolonisierung des Weltraums durch die Klaatianische Allianz.
Die Grosskooperativen des Raumzeitalters entstanden aus privaten Organisationen, die sich ausserhalb der effektiven Souveränität der Klaatianischen Allianz ungehemmt entwickeln konnten. Dies war möglich, da die Klaatianische Allianz nicht mit der Expansion ihrer Bürger Schritt halten konnte und daher neue Systeme zusehends weniger unter Kontrolle hatte.
Die entstandenen Grosskooperativen konsolidierten sich schnell und verschmolzen zu immer grösseren Einheiten innerhalb ihrer Anwendungsbereiche. Die Entstehung einer Überkooperative durch einen Zusammenschluss der Transport- und Kommunikationskooperative konnte jedoch sowohl von der Klaatianischen Allianz als auch den anderen Kooperativen verhindert werden. Statt dessen wurden beide Grosskooperativen zu ewigen Rivalen, deren Konkurrenz die gesamte weitere Entwicklung des Raumzeitalters prägte.
Die Grosskooperativen, allen voran die Transportkooperative, sahen sich immer stärker durch die Existenz der Klaatianischen Allianz behindert, die nach wie vor die alleinige rechtmässige Souveränität über alle Hasvativa für sich beanspruchte. Einzelne Vertreter forderten die Auflösung der Allianz. Daraus erwuchs der Kernkonflikt, der jedoch auf Grund der mangelnden Einigungsfähigkeit der Grosskooperativen nur dazu führte, dass der Status Quo für die Allianz vorteilhaft festgeschrieben wurde.
Über viele Jahrhunderte hinweg degenerierten die Grosskooperativen zu sogenannten Raubkooperativen, die mittels mafiöser Praktiken keinen Wettbewerb zuliessen und zu staatenähnlichen Machtstrukturen heranwuchsen, die ausserhalb der Allianz das Leben der Hasvativa bestimmten. Da die Grosskooperativen sich nicht nennenswert um Automatisierung kümmerten, sondern sich wie eh und je auf das industrielle Potential der Kodran verliessen, wurden die Kodran für sie eine Ressource, die nach Bedarf manipuliert wurde.
Aus dem Unmut über die Grosskooperativen erwuchs mehr und mehr offener Widerstand einzelner Hasvativa, der schliesslich innerhalb des Gerichts organisierten Ausdruck fand. Das Gericht überzog die Grosskooperativen mit einer beispiellosen Terrorwelle. Schliesslich in vielen hundert Systemen eine künstliche Biowaffe freigesetzt, die nach längerer Inkubationszeit fast alle Kodran dahinraffte. Damit war den Grosskooperativen die industrielle Grundlage entzogen. In den folgenden Verteilungskämpfen gingen sie mit der Mehrheit der Hasvativa zugrunde.