Bearbeiten

Doktrin der Erdherrschaft

Die Doktrin der Erdherrschaft war eine der zentralen Richtlinien der Politik der Erdregierung.

Inhalt

Die Erdregierung beanspruchte seit ihrer Gründung die Alleinvertretung der Menschheit sowie die Oberherrschaft über alle Mitglieder der Spezies sowie abgeleitete Lebensformen. Letzterer Passus war für den Fall aufgenommen worden, dass die Erdregierung je auf eine Gruppe von Menschen stossen würde, deren Erbgut sich in der Zwischenzeit dermaßen verändert hatte, dass daraus eine neue Spezies hervorgegangen war.

Anwendung

Die Doktrin der Erdherrschaft diente als vordergründige Rechtfertigung für die fortgesetzte Ausdehnung der Terranischen Autorität. Sie wurde ausserhalb der Kernsysteme und des Stählernen Gürtels von niemandem akzeptiert, so dass die Erdregierung ständige Kriege gegen die anderen Mächte der Menschheit führen musste.
Nach dem Erstkontakt mit dem Jarepatitava beschloss die Erdregierung, dass die Jarepatitava als "abgeleitete Spezies" anzusehen sei. Da sie die Grosskooperative jedoch nicht bezwingen konnte, nahm sie vorerst Abstand von dieser Auslegung. Überhaupt schwand danach der Einfluss der Doktrin der Erdherrschaft, da sich die Erdregierung in der Folgezeit mehr darauf verlegte, das Verhältnis zu den anderen Mächten durch Diplomatie zu verbessern.