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Askenja (Stadt)

Die Stadt Askenja ist die bedeutendste und vermutlich älteste Stadt in der Geschichte der Kodran. Sie wurde der Legende nach von Soshjakur dem Grossen gegründet und befand sich auf der Ebene von Grat an den Ufern des Flusses Shachaan. Sie war der kodranische Endpunkt des Metallweges.

Geschichte

Stadtgründung

Es wird gemeinhin angenommen, dass Askenja etwa 23.000 v. Chr. an einer Furt des Flusses Schachaan gegründet wurde; damals befand sich die Gesellschaft der Kodran im Wandel von einer nomadischen hin zu einer sesshaften Kultur. Und obwohl Askenja stets für sich in Anspruch genommen hat, die erste unter allen Städten gewesen zu sein, gilt als gesichert, dass es bereits schon vor Askenja andere Siedlungen gegeben haben muss, da Askenja an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsrouten an der Furt entstanden ist. Jedoch ist die Stadt vermutlich die erste wirklich befestigte Ansiedlung mit Gebäuden aus Stein und einer Stadtmauer.

Der Aufstieg Askenjas

Askenjas Aufstieg liegt darin begründet, dass zusätzlich zu der Lage am Handelsweg grosse Vorkommen an Eisenerz in der nahegelegenen Bergkette Watan-Shat westlich der Stadt zu finden waren. Den Bewohnern von Askenjas gelang es als erstes, das Eisenerz zu verhütten und Waffen, Werkzeug und Gebrauchsgegenstände aus Stahl herzustellen; Stahl wurde zum Symbol und Heiligtum zugleich. Der Aufstieg des Stahlhandels bedeutete jedoch auch Raubbau an der Natur, da in dieser Zeit damit begonnen wurde, den damals noch dichten Wald auf der Ebene von Grat abzuholzen, um Bauholz und Holzkohle zu gewinnen.

Das Askenja-Imperium

Etwa 1500 Jahre nach Gründung der Stadt waren die Wälder von Grat soweit abgeholzt, dass die Rohstoffe aus immer entlegeneren Regionen herangeschafft werden mussten. Askenja selbst konnte zu dieser Zeit nicht mehr selbstständig bestehen und war auf den Aussenhandel mit anderen, kleineren Städten angewiesen; um aber nicht selbst unterzugehen, begannen die Patriarchen von Askenja damit, umliegende Städte zu erobern und sie in eine grössere Einheit zusammenzufassen; aus einem Stadtstaat wurde so das erste Imperium der Kodran. Das Konzept verbreitete sich schnell, so dass weitere Imperien entstanden. In dieser Zeit entstand der Mythos um Askenja.

Askenja und die Hasvativa

Die Machtverhältnisse zwischen den Imperien änderten sich subtil, nachdem die Kodran den Gegenkontinent Hasva und die Hasvativa entdeckt hatten und ein zunehmend reger Handel zwischen beiden Spezies begann. Die Hafenstadt Matar wuchs und wurde schnell reicher und grösser als Askenja; dieser Reichtum wurde nicht nur durch den Handel hervorgebracht, sondern durch die Intelligenz der Hasvativa, die sich in der Stadt verstärkt niederliessen und sie letzlich mehr und mehr kontrollierten.
Dennoch führte für die Hasvativa offiziell kein Weg an Askenja vorbei, und um sich der Tradition anzupassen, richteten ihre Grosskooperativen zumindest formal den Hauptsitz ihrer Geschäfte in Askenja ein. Die Hasvativa brachten Kontinuität in die bis dahin wechselvolle Regierung der Stadt; unter ihrer Beratung wurde die Stadt mit einer einheitlichen Befestigung, Kanalisation und befestigten Strassen versehen.

Die Umaatin

Mit der Ankunft der Hasvativa schritt die Entwicklung der Kodran erheblich voran. Jedoch erhob sich nach fast hundert Jahren eine neue Dynastie bestehend aus Umaatin. Sie eroberte Askenja und von dort aus alle weiteren Imperien. Da die Hasvativa vertrieben wurden, verfiel Askenja; verschlimmert wurde dieser Umstand dadurch, dass die Umaatin den Kontinent ausplünderten, um ihren Krieg zur Eroberung des Planeten führen zu können. Nachdem die Umaatin gestürzt worden waren, wurde Askenja in den nachfolgenden Kriegen um die Herrschaft schwer beschädigt. Hungersnöte und Seuchen dezimierten die Bevölkerung zusätzlich.

Die Nachkriegsära

Wenige Jahre nach dem Sturz der Umaatin und Ende des Krieges besetzten die Hasvativa die Stadt und halfen beim Wiederaufbau. In der Folge jedoch verlor Askenja an Bedeutung, da mit Gründung der Klaatianischen Allianz auf Klaat ein neues Machtzentrum entstand. Mit dem Beginn der interstellaren Zivilisation endete die Ära Askenjas als kulturdefinierende Instanz. Die Stadt selbst war nach wie vor bewohnt, wurde jedoch während des Grossen Zusammenbruchs zerstört.